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Mercedes-AMG Winterräder: MO-Kennung & Teilenummern lesen

Reifenflanke mit Kennzeichnungen neben Original-Alufelge

Original Mercedes-AMG Winterkompletträder sind fertig montierte Sätze aus AMG-Leichtmetallfelge, Winterreifen und meist bereits verbautem RDKS-Sensor — eine Kombination, die Mercedes für das jeweilige Modell freigegeben hat: Traglast, Einpresstiefe und Reifendimension passen zusammen. Eine Auswahl solcher Sätze finden Sie in unserer Kategorie Original Mercedes-AMG Winterkompletträder.

Was bedeutet die MO-Kennung auf dem Reifen?

MO steht für „Mercedes-Benz Original“. Reifen mit dieser Kennung auf der Seitenwand wurden vom Hersteller in Abstimmung mit Mercedes entwickelt und freigegeben. Daneben gibt es zwei Varianten:

  • MO1 — eine eigene Spezifikation, die vor allem auf AMG-Modellen zum Einsatz kommt.
  • MOE — „Mercedes Original Extended“: Reifen mit Notlaufeigenschaften (Runflat), gedacht für Fahrzeuge ohne Reserverad.

Runflat- und Normalreifen sollten nicht gemischt werden — ein Fahrzeug einheitlich bereifen.

Mercedes-Teilenummern lesen — Beispiel A236 401 19 00

Mercedes-Teilenummern folgen einem festen Schema:

BestandteilBedeutung
APräfix des Mercedes-Teilenummernsystems
236Baureihe, für die das Rad entwickelt wurde (hier der CLE)
401Konstruktionsgruppe — bei Mercedes die Räder
19 00fortlaufende Nummer der konkreten Ausführung

Dahinter kann ein Code für die Felgenoberfläche stehen. Die vollständige Teilenummer identifiziert ein Rad eindeutig — beim Kauf verlässlicher als jedes Foto.

Gebrauchte Kompletträder: die Checkliste

  • DOT-Alter: Die letzten vier Ziffern der DOT-Kennung auf der Seitenwand nennen Produktionswoche und -jahr (z. B. 4523 = Woche 45/2023). Gummimischungen verhärten mit den Jahren; viele Fachbetriebe sehen Winterreifen ab etwa sechs Jahren kritisch — unabhängig vom Restprofil.
  • Profiltiefe: Gesetzliches Minimum sind 1,6 mm, für den Winter werden allgemein mindestens 4 mm empfohlen. An mehreren Stellen messen — ungleichmäßiger Verschleiß ist ein Warnsignal.
  • RDKS: Prüfen, ob Sensoren verbaut und funktionsfähig sind. Die fest verbauten Batterien halten nur einige Jahre und sind nicht wechselbar. Passendes Zubehör finden Sie unter Ventile.
  • Felgenzustand: Bordsteinschäden, Risse und Höhenschlag ausschließen; im Zweifel auf der Wuchtmaschine prüfen lassen.

Mischbereifung: Vorder- und Hinterachse unterscheiden

Viele AMG-Modelle fahren ab Werk Mischbereifung — an der Hinterachse breitere Räder als vorn. Ein Tausch von vorn nach hinten ist damit nicht möglich, der Verschleiß verteilt sich ungleich; beim Gebrauchtsatz die Profiltiefe daher je Achse getrennt bewerten. Welche Dimensionen zulässig sind, steht im CoC-Dokument bzw. in den Fahrzeugpapieren.

Montage: passende Radschrauben und Drehmoment

Original-Räder werden mit den fahrzeugseitigen Schrauben montiert; bei abweichender Felgendicke kann eine andere Schaftlänge nötig sein. Passende Radschrauben in allen gängigen Längen und Bundformen führen wir im Sortiment, ebenso Drehmomentschlüssel und Montage-Werkzeug. Das Anzugsdrehmoment entnehmen Sie immer der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs — pauschale Werte aus dem Internet ersetzen die Herstellerangabe nicht. Ziehen Sie die Schrauben über Kreuz bzw. sternförmig mit dem Drehmomentschlüssel an und kontrollieren Sie den festen Sitz nach 50 bis 100 km Fahrt.